Drogendealer erfreut: Personenfreizügigkeit muss weg!

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Altdorf (sat): Es ist wahrhaft kein Zuckerschlecken in der Dealer Szene. Samuel Simmental klagt schon seit knapp 10 Jahren über Einbussen in seinem Nebenerwerb. Dem Mittlerweilen 34-jährigen Urner war die Personenfreizügigkeit schon lange ein Dorn im Auge.

Seine steile Karriere begann um die Jahrhundertwende. Als Schreinerlehrling hatte er einen Lohn, den er für nicht angemessen empfand, und so hielt er nach einem lukrativen Nebenerwerb Ausschau. Auf einer Party in Zürich lernte er dann den freundlichen Thomas K.* kennen. Beide fühlten sich gerade gelangweilt und haben so ein neues Geschäftsmodell entwickelt.

Der Plan war, alle Drogen, welche im EU-Raum erhältlich sind, qualitativ hochwertig in der Schweiz zu produzieren. «Denn schliesslich hat doch jeder Haushalt Rattengift und Blausäure im Küchenschrank» schmunzelte Samuel.

Sein Kundenstamm wuchs immer weiter. Laut seinen Aussagen waren nicht nur Partygänger die besten Kunden, sondern auch Politiker oder Geschäftsleiter von Grosskonzernen. «Das neue Konzept hatte sich durchgesetzt und jeder war bereit ein bisschen mehr für Drogen auszugeben, welche qualitativ hochwertig aus der Schweiz kamen», erzählte Samuel weiter.

Dann brach der Umsatz der beiden Jungunternehmen zusammen. «Jeder kann seit diesem Abkommen an günstige und minderwertige Ware kommen» so Samuel weiter. Im 2012 war das Unternehmen, welches vorgibt Rattengift zu verkaufen, fast in den Konkurs geraten. Thomas K* erzählte «Wir hatten riesen Schwein! Wir mussten unsere Preise senken und das Rohmaterial aus dem Ausland beschaffen!» Beide Unternehmer wollten schon weg vom Standort Altdorf und das Unternehmen in Grenznähe eröffnen. Doch nun sehen beide einen Hoffnungsschimmer am Horizont.

Samuel ist froh, dass die Personenfreizügigkeit nun wieder gekündigt werden sollte. So kann er sich seinen Traum von einem Ferrari doch noch in Erfüllung gehen lassen. Denn «Seit der Personenfreizügigkeit im Jahre 2002 herrscht ein Krieg in der Dealer Szene.»

*Name der Redaktion nicht bekannt.

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