Endlich gefasst: Polizei verhaftet den Gubrist Hauptstauverursacher!

Zürich(sat): Tausende Autofahrer, welche jeden Tag zwischen St. Gallen und Baden pendeln, können nun endlich aufatmen. Der 3.2km lange Gubristtunnel bei der Zürcher Nordumfahrung war bislang ein Nadelöhr. Tausende Automobilisten standen vor jeder Röhre und mussten zur Rushhour den Stau aussitzen. Nun gelang es der Kantonspolizei endlich, den Hauptstauverursacher festzunehmen.

„Täglich fuhren wir an den Verursacher vorbei und haben ihn nie bemerkt“, so die Sprecherin der Kantonspolizei. Am 4. November 2016 um 07:46 Uhr war es aber schliesslich so weit. „Wir erhielten gegen 07:30 Uhr einen Anruf von einer Automobilistin. Die aufgebotene Patrouille war schon um 07:41 Uhr vor Ort“, sagte die Polizeisprecherin. Bereits schon in der Ferne sahen die aufgebotenen Polizisten die blinkenden Warnlichter. „Meine Kollegin musste mich kneifen, es war alles so surreal“, sagte Marcel Badner, der als Beifahrer in der Patrouille sass.

Die Patrouille fuhr an ein gelbes Häuschen. Sie beobachteten mehrere Männer in orangefarbener Weste und mit einem gelben Helm ausgestattet. „Sie lachten und tranken Bier, einfach widerlich!“, sagte Marcel Badner. Der Zugriff erfolgte gegen 08:10 Uhr: „Auf einmal gingen alle raus, sperrten eine Spur und demolierten die ganze Strasse“. Patricia Mauer Leiterin dieses Einsatzes erklärte: „Es handelte sich hierbei um eine Gruppierung, die im ganzen Land agiert […] Aber wie in jeder Gruppierung, gebe es einen der an der Spitze sitzen muss.“

Nach zwei Stunden im Verhör gab dann einer der Männer zu für eine Firma zu arbeiten, welche die Strasse im Auftrag saniert. Patricia Mauer ist angewidert: „Schon alleine, wie er das gesagt hat: saniert!“ Dann gab der sichtlich verwirrte Bauarbeiter aber den Namen und die Telefonnummer des Auftraggebers frei. „Was nun dem Auftraggeber erwartet, wird das Gericht entscheiden“.

Derzeit beseitigt die Polizei die orangefarbenen Markierungen, Pylonen und die Temporeduktionsschilder, damit der Verkehr endlich wieder fliessen kann.

Marcel Badner ist erleichtert: „Ich weiss nicht für wie viele Staus der Typ verantwortlich ist, aber hier am Gubrist macht er nicht mehr sein Unding!“.

Das Autobahnnetz der Schweiz umfasst knapp 1’420 km. – Es ist praktisch unmöglich herauszufinden, wann und wo eine neue Baustelle auftaucht.