Kapo Uri: „Im Grunde sind wir untröstlich. Die Familie Wyss sind gute Bekannte von uns.“

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Unterschächen (sat.): Es ist der blanke Horror eines jeden Besitzers. Komplett am Boden zerstört liegt der beste Freund der Familie einsam in der Ecke ohne Hoffnung auf Besserung. Die jüngste Tochter der Familie Wyss ist seit dem Vorfall komplett traumatisiert.

„Es begann eigentlich alles ganz harmlos“ sagte Peter, der in der kleinen Gemeinde Unterschächen als das Familienoberhaupt geachtet und geschätzt wird. Er erinnert sich nicht gerne zurück an den besagten Tag doch ein Bild geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. „Lisa war gerade mit der Schule fertig und ich dachte, es sei eine gute Gelegenheit sie von dort abzuholen“. Zu Hause angekommen der erste Schock: „Es herrschte ein riesen Chaos! Der ganze Boden war schmutzig. Ich dachte, es waren Einbrecher“ sagte Peter. Instinktiv schnappte er sich die Tochter und rief die Polizei an. „Bis dahin war für alle noch nicht klar, welches ausmass dieser Polizeiruf noch haben wird“.

5 Minuten später traf die Polizei am vermutlichen Tatort ein. Auch die Nachbarn liessen nicht lange auf sich warten. „Es ging auf einmal alles so schnell. Lisa riss sich los und rannte in das Haus. – Ich werde nie ihren herzzerbrechenden Schrei vergessen“. Sofort rannte der Familienvater ihr nach. „Da lag er! Am Boden vor der Treppe!“. Die kleine Tochter wusste sofort, „Staubsi“ wird nie mehr so sein wie früher.

Die monatelange Ermittlungen der Kantonspolizei Uri ergaben, das bei „Staubsi“ der Sturzsensor, der genau solch einen Treppenfall verhindern sollte, vorsätzlich mit einem Klebestreifen abgedeckt wurde. Doch machen kann die Kapo Uri nichts. „Im Grunde sind wir untröstlich. Die Familie Wyss sind gute bekannte von uns. Aber in diesem Fall sind uns die Hände gebunden.“ sagte Urs Saner auf Anfrage.

Im Bericht steht weiter: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Klebestreifen aufgrund eines Putzzyklus haften geblieben ist“.

Alles Ausreden für Peter Wyss: „Ich weiss, dass es sich hierbei um ein organisiertes Verbrechen handelt“.

Ob sich die Familie jemals wieder einen Staubsaugerroboter besorgen wird, ist in ferner Zukunft nicht zu erwarten. Zu gross sitzt der Schock. „Ich werde Staubsi so lange behalten, bis es nicht mehr geht. Kein neuer Staubsaugerroboter kann mir Staubsi ersetzen.“ sagte uns die tapfere Lisa.