Lob statt Bussen

Der Ständerat winkt ein einzigartiger Testlauf durch.

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Bern (sat.): Nicht einmal 5 Minuten wurde heute an der Herbstsession in Bern über diesen einzigartigen Testlauf diskutiert. Der Nationalrat hat mit 200 Ja-Stimmen den Vorstoss „Lob statt Bussen“ Gutgeheisen und der Ständerat winkte es eine Minute später durch.

Der Vorstoss soll das Berufsbild der mit einem angeblich schlechten Ruf befallenen Kontrolleur/innen des Ruhender Verkehrs (kurz KRV), wieder attraktiver gestalten. So sollen die sich im Dienst befindenden KRV’s, sich mit den Fahrern/innen auseinandersetzen die besonders positiv aufgefallen sind.

So zum Beispiel soll es ein dickes Lob geben, für Automobilisten, die perfekt in einem Parkfeld stehen, oder für die, die noch vor ablauf der Parkzeit sich wieder in den Verkehr eingliedern.

Für Marianne Rosswald ist dies die einzige logische Erklärung, gegen den stätig Wachsenden drang nach Mobilität und zu wenig platz im Parkfeld. „Ich wohne schon seit über 60 Jahren in dieser Siedlung. Immer muss ich die Polizei rufen, wenn jemand aus dem Parkfeld steht. Ich werde danach immer beschimpft. Ich hoffe das mit der neuen Regelung die Anzahl Autos die in den Verkehr einfliessen sich wieder steigert.“

Der Testlauf startet am 1. Januar 2022. Ab dann heisst es vermutlich: „Danke, dass sie in unserer Siedlung parken, und das sie zuerst geschaut haben, ob ein Fahrradfahrer entgegen kommt beim Öffnen der Tür“.