Unglaublich: Visper entdeckt Autobahntunnel direkt nach Bern

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Visp (sat.): Stefan Zumbrunn ist ein gewöhnlicher Bauerssohn im Kanton Wallis in dem modernen Städtchen Visp. Als Getreidelieferant einer grossen Genossenschaft besitzt er zwischen Eischoll und Unterbäch eine grosse Fläche an Ackerland. Der 52-jährige Stefan übernahm den Betrieb von seinem Vater, der schon seit den 60ern Jahren hier Getreide angepflanzt hat.

Mit 21 Jahren zog es ihn in die weite Welt hinaus und landetet vier Jahre später in Bern. Dort lernte der gelernte Landwirt seine jetzige Frau Magda kennen. Als sein Vater das Ackerland nicht mehr betreiben konnte, beschlossen das frisch verliebte Paar nach Visp zu ziehen.

Der Sommer 2016 jedoch hatte es in sich. Das Ackerland von Stefan Zumbrunn wurde aufgrund der starken Hitze immer wieder mit Bränden konfrontiert die, die Feuerwehr immer wieder löschen konnte. Doch der Brand am 03.04.2016 änderte schlagartig alles.

Während Magda die Asche auf dem Acker begutachtete, entdeckt Stefan ein Erdloch am Hang. Zusammen mit seinen fünf Kollegen öffnete er das Erdloch. „Ich war sprachlos!“, erzählt Stefan. Im Erdloch versteckt sich ein Tunnelsystem welches komplett ausgeleuchtet, geteert und zweispurig ist. Nach einer stündigen Fahrt durch das System kam er in Bern Wankdorf raus. „Wieso hat das niemand entdeckt? Wer zahlt den Strom? Darf ich da durchfahren? Ich habe so viele Fragen…“ erzählt er euphorisch.

Tatsächlich weiss man bei der Gemeinde Eischoll mehr. Nach einigen Recherchen sind wir auf Patrick Gunterner gestossen. Der geheime Tunnel gehörte in den 60er Jahren zum Geheimprojekt „Suisse Passage Souterrain (SPS)“. Damals lief das Erdöl in Strömen und jeder konnte sich ein Auto leisten. Der Bundesrat beschloss das Geheimprojekt SPS zu lancieren und baute überall solche geheime Tunnelsysteme. Als in den 80ern dann die grosse Ölkrise kam, beschloss man das Projekt zu bodigen.

Das Tunnelsystem bei Eischoll bleibt jedoch in Betrieb. Es gehört mittlerweile der Bahngesellschaft. Auf Anfrage hiess es „Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, dass unsere Mitarbeiter immer mit dem Auto nach Hause fahren können. Wenn nun im Winter, der letzte Zug nach Visp fährt, müssen die Mitarbeiter aus Bern natürlich nach Hause kommen. Dies ist mit dem Tunnelsystem möglich. Ansonsten würden diese ja dort bis am nächsten Morgen sitzen bleiben.“

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