ESC 2018: „Sie sind unfähig den Finger aus dem Ar*** zu nehmen“

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Wir haben so gehofft. Gerne würden wir an dieser Stelle den Sieg der Schweiz am ESC (Eurovision Song Contest) 2018 verkünden. Doch es hat nicht einmal für das Finale gereicht. Sind wir einmal im Finale, gibt es eine unglaublich bittere Niederlage. Das frustriert und das macht uns nachdenklich. Hat die Schweiz wirklich nichts Besseres zu bieten? Es wird Zeit, dass hier mal Tacheles geredet wird!

CCONE hat sehr viele gute und kreative Schweizer Musikkünstler. Wir sind einer der wenigen TV-Sender, die auf unbekannte CH-Künstler setzt. Eigentlich genau das Konzept der ESC Initianten in der Schweiz. Doch ein Künstler von unserer Playlist hätte wohl nie eine Chance in der Vorausscheidung in den Abstimmungssendungen. Warum? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben bei unseren Musikexperten nachgehakt.

„Der Song für den diesjährigen Contest, war eigentlich sehr gut“, sagte Doppia Erre der 167 Flash Moderator. Auch Salvi empfand den Song eigentlich sehr rockig und geil. Jedoch fehlte dem Song der sogenannte Glamour. Die ESC‘s sind mit viel Glamour und spektakulären Shows verbunden. Man repräsentiert schliesslich ein ganzes Land. Die Schweiz ist seit Jahren dafür bekannt, wie in der Politik, Zurückhaltung zu zeigen. „Das macht die ganze Show unglaublich langweilig.“, sagte unser taffer Moderator Salvi. „Sie sind unfähig den Finger aus dem Ar*** zu nehmen und eine geile Bühnenpräsenz hinzulegen. Angefangen beim Outfit…„ so Salvi weiter. Doch wer hat schuld, an der andauernden Pechsträhne?

Sind es die Kollegen vom Schweizer Fernsehen? Wohl eher kaum. Das Prinzip, wer an die ESC‘s geht, wird vom Schweizer Volk via Abstimmung festgelegt. Die Reglemente des Senders erledigen den Rest. Wer glaubt, dass die Reglemente daran schuld haben, irrt sich auch. Die Reglemente bieten den grösstmöglichen Spielraum. Also muss es doch an den Zuschauern liegen? Salvi beschreibt es so „Die Schweizer Bevölkerung hat absolut keine Ahnung was es heisst einen internationalen Hit zu erkennen. Mann soll es lassen, es klappt nicht. Newcomer zu unterstützen ist super, aber nicht auf so einem Weg.“ Sieht man sich die traurige Bilanz der Schweiz an den ESC‘s an, so könnte man diese Meinung unterschreiben. Ein internationaler Hit muss vor allem eins: International sein. Da fehlt es an Erfahrung. Wir müssen aus dem Polo Hofer und Florian Ast Konzept ausbrechen und endlich mal kreativ werden.

Der internationale Event am Fernsehschirm ist gross und erreicht viele Zuschauer, aber auch Doppia Erre hat eine klare Meinung zu den CH-Songs „…die meisten Songs sind sehr langweilig und berechnet…“

Unsere Musikredaktion geht schon soweit, das diese behaupten würden, dass die Texte maximal für ein Kinderlied ausreichen würde. Sie sind nicht kreativ, sie sind nicht einzigartig. Es sind Texte, die international nicht konkurrenzfähig sind, egal ob englisch oder deutsch. Ein englischer Text schafft noch keinen internationalen Hit.

Vielleicht gehen wir zu hart ins Gericht. Aber wir würden uns auch lieber einen Platz 1 wünschen.

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